Schweizer Autoversicherer diskriminieren Ausländer

Ausländer werden in der Schweiz nicht gerne gesehen. Entsprechend reagiert hat man nun auch seitens der wahlberechtigten Bevölkerung – denn man verlangt ein Kontingent und Obergrenzen was den Zuzug von Ausländern angeht. Gemeint sich damit nicht mal die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, sondern vor allem die EU-Bürger, die es auch zu tausenden jährlich in die Schweiz zieht. Bisher waren es rund 80.000 im Durchschnitt jährlich, die sich in der Schweiz niedergelassen haben. Doch auch die EU-Bürger werden – und zwar unter dem rechtlichen Schutz – beim Autoversicherung berechnen für die Schweiz regelrecht diskriminiert. Wer also einmal erleben möchte, wie das ist wenn man als Ausländer in einem anderen Land lebt, der sollte die Schweiz einmal ausprobieren!

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de


Günstige Tarife Fehlanzeige

Eine günstige Versicherung in der Schweiz für sein Auto zu finden ist für einen Ausländer entsprechend schwer. Selbst wenn es sich um einen umweltfreundlichen Neuwagen handelt und man über 40 Jahre alt ist und Familie hat und einen Job, dann wird es in der Schweiz dennoch teuer. Wer indes einen Schweizer Lebenspartner oder Ehepartner hat, der hat Glück. Denn dann kann man das Auto und die Versicherung auf ihn anmelden. Da macht es in der Schweiz auch keinen Unterschied, ob man Mann oder Frau ist, obwohl sich die Schweizer auch mit diesem Thema sehr schwer tun. Wer ein Auto mit Auslandsniederlassung hat, der zahlt sogar noch mehr. Dabei soll die Nationalität offiziell nur ein Merkmal von vielen sein bei der Berechnung der Prämie für die Autoversicherung in der Schweiz.

Fahren Ausländer schlechter?

Zu dieser Diskriminierung steht man dabei in der Schweiz ganz offen. Wer zudem noch aus Osteuropa oder aus dem Nahen Osten stammt, der muss sogar noch mehr an Prämie für die Autoversicherung zahlen, als zum Beispiel Franzosen, Italiener oder Deutsche. Dabei stellt sich die Frage, wo liegt hier die Rechtfertigung der rechtlichen Grundlage für die Mehrberechnung – ist es der Fahrstil, der angeblich bei Franzosen und Italiener allgemein ein bisschen schlechter sein soll. Oder ist es dann doch einfach das eidgenössische Einheitsdenken, worin die Ausländer auch in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft keinen Zugang haben.